Das optimale Seniorenheim

Ausstellung des Esta Bildungswerkes- Projektwoche angehender Altenpfleger zum Thema „Das optimale Seniorenheim“

Der Altenpflegekurs stellt seine Ideen und Inhalte so vor:

Allen vier Projekten gemeinsam ist die Voraussetzung, dass der Mensch als ganzheitliches Wesen in seiner Würde und seiner Selbstständigkeit beachtet wird. Die Bewohner/innen sollen zwar so viel Fürsorge und Betreuung wie nötig erhalten, gleichzeitig soll aber die Eigenständigkeit so weit wie möglich erhalten bleiben.
 

Grundkonzept:
Kleine Wohneinheiten, in der jeder Person ihr eigenes „Zuhause“ zugestanden wird. Die eigenen „Vier Wände“ in einer Größe von ca. 30 - 40 qm mit möglichst eigenem, mitgebrachtem Mobiliar sind unterteilt in Wohn- und Schlafbereich mit Behinderten gerechter Nasszelle. Maximal acht „Apartments“ sind zu Wohneinheiten mit Familien ähnlichen Strukturen zusammengefasst. Eine Mischung aus Bewohnern/innen mit unterschiedlichen Leistungsfähigkeiten und Pflegebedürftigkeiten lässt hoffen, dass im gemeinsamen Miteinander keiner alleine steht. Mehrere dieser Wohneinheiten bilden die Seniorenanlage mit dorfähnlichem Charakter.
 

Menschliches:
Gut ausgebildetes Pflegepersonal, Ärzte und entsprechend eingerichtete Pflegezimmer stellen den nötigen Pflegebedarf. Die Schwerpunkte der Projekte liegen aber eindeutig auf der gemeinsamen Freizeitgestaltung. Fitness- und Wellnessräume, eine Kneipe, eine Cafeteria, eine Bibliothek, eine Theaterbühne für Aufführungen und Feste, sowie ausreichend Beschäftigungsangebot von Kreativangeboten bis zu Fortbildungsveranstaltungen sollen nicht nur von den Bewohnern/innen der Seniorenanlage genutzt werden, sondern auch der Öffentlichkeit zugänglich sein. Eine multikulturelle Gebetsstätte steht allen offen, unabhängig von der jeweiligen Religion. Damit möchte man der Isolation vorbeugen.
 

Projekt „Phantasia“
Hier gibt es themenbezogene Wohneinheiten wie einen Bauernhof, einen Leuchtturm mit mediterranem Flair, ein Stadthaus und eine Berghütte, zusammengefasst in einem offenen Areal, in das die Außenwelt mit einbezogen wird und wo im Zentrum alle lebensnotwendigen Angebote und Freizeiteinrichtungen leicht erreichbar sind.
 

Projektgruppe „Talü“
hat eine Checkliste erarbeitet, in dem alle Informationen zu den Angeboten zusammengefasst werden und die den Menschen, die ein neues Zuhause suchen, eine wichtige Entscheidungshilfe sein soll.
 

Fazit des Projektleiters Ernst Vogel, Dozent im Esta Bildungswerk:
“Vieles, was hier gezeigt wird, gibt es zum Glück schon. Der Trend geht eher weg von Altenheimen mit vielen Betten auf wenig Raum, hin zu kleinen gemischten Wohneinheiten mit verlässlichen Bezugspersonen. Sicher ist nicht alles umsetzbar, was wir hier zeigen, aber das heißt ja nicht, dass es nicht trotzdem wünschenswert wäre. Ich würde mich freuen, wenn zukünftige Planer von Seniorenheimen einige unserer Ideen aufnehmen würden.